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Die 4 Dinge, die Veränderungen verhindern

02.01.2019 16:50
von Martina Tripold-Pratscher
Die 4 schwerwiegendsten Hürden

Die noch so positivste Absicht von Neujahrsvorsätzen kann schnell wieder vergessen sein. Nach 15 Jahren Erfahrung in der Persönlichkeitsentwicklung mit meinen Klienten und mit mir :-) bin ich über die 4 Hindernisse gestolpert.

Doch zum Glück lassen sie sich mit ein paar wenigen Coaching Einheiten in 'vergangene' Luft verwandeln.

1. Der geringe Leidensdruck

Oft sagen wir Vorsätze leicht fertig. Ohne wirklich zu wissen, was die Veränderung bringen soll. Aussagen wie

„Ich nasche im neuen Jahr weniger.“

„Ich finde einen besseren Job.“

„Ich trenne mich von meiner Partnerin / meinem Partner.“

Was hier oft fehlt ist das Ziel und die Vision, wo die Reise hingehen soll. Wenn diese Klarheit fehlt, wird sich so schnell nix ändern lassen. Auch das Fehlen vom Gegenteil des anvisierten Ziels macht es schwer die Veränderung zu durchzusetzen. Es braucht eine wenig gesunde Aggression. Bestimmt kennst du hier was ich meine aus meinen Beratungen.

Wurde Wut und Ärger ins Positive umgewandelt, ist es eine Treibkraft, die ganz sicher nach vorne zieht und wirklich was bewegt. In diesem Fall ist Aggression was Wunderbares. Macht das Leiden wütend und ärgerlich, ist der richtige Zeitpunkt für Veränderung gekommen!

2012 wurde ich in einer von vielen Therapien, wo ich gegen meine Lebensmittelunverträglichkeit ankämpfen wollte, aufgefordert, zig Lebensmittel nicht mehr zu essen, eine Zeitlang eine Nahrungsmittelkarenz zu machen. Boaahh, ich kann mich noch so gut erinnern, als ich innerlich fast explodiert bin vor Zorn. Der Zorn galt natürlich nicht dem Therapeuten, der es nur gut meinte und richtigmachen wollte. Der Zorn galt meinem Schicksal, weil ich ja so gerne esse und ich mich grundsätzlich nicht gerne in meiner Freiheit einschränken lassen möchte.

Und so versuchte ich passendere Wege für mich zu finden. Spät aber doch bin ich nun glücklich mit der Ernährungsweise mit den 5 Elementen. Vor allem möchte ich das Wissen nicht mehr missen meiner Zunge täglich selbst zu beurteilen zu können. Und so zu wissen, was mir meinem Körper an diesem Tag guttut. So habe ich sozusagen ein neues Verhalten, mein Ernährungsverhalten geschmackvoll und ohne Leiden und ohne Verzicht in meinen Alltag einbauen können.

Jedoch macht das Leiden und der Opferstatus noch lethargisch, träge also ohne Handlungsmöglichkeit, kann es die schlimmste Hürde von allen sein. Dieser Status macht Veränderung faktisch unmöglich. Doch Jammern selbst ist grundsätzlich nicht verwerflich, ist es ja die typisch österreichische Mentalität. ;-)

2. Im Automatismus des Alltags

Wie gut, dass wir viele Dinge im Leben automatisiert, sprich ohne Nachdenken tun. Ich denke da ans Zähne putzen. Wie schlimm und mühselig wäre es, wenn wir 2 x am Tag vorm Spiegel stehen und uns den Kopf zerbrechen müssten, wie die Zähne sauber werden. Aber Ironie bei Seite…

Automatische, sprich einmal trainierte und ins Unterbewusste abgespeicherte Handlungen bringen uns Komfort und macht uns selbstsicherer :-)

Geht es um Veränderung wie die Neujahrsvorsätze müssen wir die Komfortzone auf gut steirisch gesagt, unsere Bequemlichkeit verlassen. Alles Ungewohnte macht uns übrigens auch irgendwie Angst und unsicher. Und wenn es noch neue Handlungen und Verhaltensweise sollte diese geübt werden, bis sie als sogenannte unbewusste Kompetenz gegliedert werden.

Und genau deshalb ist es oft so schwer, einen neuen Job oder neuen Partner fürs Leben zu suchen. Oh, wie ich es liebe, meine Klienten/-Innen mit dem Coaching Tool „die Wertepyramide in der Partnerschaft“ den Mann / die Frau fürs Leben anzuziehen. Denn Männer und Frauen gibt es wie Sand am Meer auf dieser Welt. So bekommen es meine Kunden in der Systemischen Familienaufstellung gerne von mir gesagt, wenn halt dazu passt ;-)

3. Der falsche Zeitpunkt

Um wirklich wichtige Dinge im Leben wie für die Gesundheit gut zu sorgen oder DIE Berufung des Lebens finden zu können, braucht es eben den richtigen Zeitpunkt. Wenn es nicht durch Leidensdruck – wir denken hier zum Beispiel an den Zeitpunkt einer diagnostizierten Erkrankung – zwingend nötig ist, das Gesundheitsverhalten zu verändern.

Oft schon begleitete ich Damen mit unerfülltem Kinderwunsch. Und oft waren wir schon erfolgreich hierbei. Aus meinem Empfinden und auf Grund meiner Erfahrung heraus braucht es hier die richtige Einstellung und die richtige Vorbereitungszeit. Die Chinesen aus dem alten China der traditionellen Chinesischen Medizin bereiteten sich 24 Monate für die Empfängnis / Inkarnation eines Babys vor.

Um den Jahresvorsatz wie mehr Sport zu machen oder zum Rauchen aufzuhören, sollte man besser nicht in einer lebensverändernden Phase sein wie in einer Trennung oder Scheidung zu leben oder kleine Kinder zu haben oder Überforderung bei der Arbeit zu habe. Außer natürlich man ist mental sehr stark und klar bei sich, also gut fokussiert und achtsam.

4. Der Sinn der Veränderung

Das dritt Wichtigste ist, dass es für den Menschen einen Sinn ergeben muss, warum man genau jetzt ein neues Verhalten wie zum Beispiel neuen Jahresvorsatz umsetzen zu wollen. Es braucht den sogenannten höheren Sinn. Zum Beispiel Gesundheit zu haben. Jeder der einmal Krank war, weiß, dass das nicht von heute auf morgen geht. Genauso werden wir – außer durch Unfälle – von heut auf morgen krank.

Gesundheit und sich vital fühlen ist ein Prozess und eine klare Entscheidung. Die Entscheidungsfreiheit ist uns einem jeden von uns in die Wiege gelegten worden. Es ist das, was du daraus machst. Wie du eingestellt bis, wie du es vorgelebt bekommen hast. Und auch hier wieder der Automatismus und die Komfortzone können nützlich oder hinderlich sein.

Gesundheit ist eine hohes Gut. Im Fachjargon wird es auch der höhere Wert genannt. Der andere Wert(-igkeiten) darunter liegen hat. Der Wert an der ‚frischen Luft zu sein‘, ‚Gemeinsamkeit leben‘ zum Beispiel beim Fußball spielen, ‚gut riechen‘ wenn es darum geht, endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Das Letztere war mein hoher Wert, denn ich lieben gelernt habe, als ich nach 7 Jahren meines Raucher-Daseins für mich neu entdeckt habe :-)))

Es war am Silvesterabend des Jahres 2002/03, als ich in Washington, USA meine allerletzte Zigarette rauchte. Ich erlaubte mir 30 Tage Umgewöhnungszeit im Dezember. Ohne das Buch von Allen Carr hätte ich mein ‚Rauchverhalten‘ wohl nie durchschaut und durchbrechen können. Ein riesen Lob gilt diesem Autor!

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