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Die 5 häufigsten Ängste im Alltag

04.12.2018 10:57
von Martina Tripold-Pratscher
Bildquelle: Pixabay human-3789910__340

Über Ängste zu sprechen ist nicht üblich. Ängste fühlen sich – so nehme ich es wahr – zu subtil an: sie schwelgen unter der Oberfläche und sind schwer zum Einordnen. Andere Gefühle wie Traurigkeit und Zorn überlagern sehr oft das eigentlich Grundthema. Nämlich das Thema sich vor etwas zu fürchten.

Hierbei biete ich professionelle Hilfestellung für meine Klienten an. Die häufigsten Ängste in meiner Praxisarbeit möchte ich euch in diesem Blogartikel näherbringen.

Die heutige Zeit ist nicht vergleichbar mit der Zeit, als unsere Eltern uns aufzogen. Das alleine bringt meiner Meinung nach schon viel Unsicherheit und so manche Befürchtungen mit sich. Ich möchte die Vergangenheit nicht glorifizieren, denn jede Zeit hat so seine eigenen Herausforderungen und Probleme.

Damals waren es die Sorgen ums geregelte Einkommen und ums Dach übern Kopf. Heute gilt es zusätzlich mit den Ansprüchen des modernen Zeitgeistes mit Handy und Computertechnik, Krebserkrankungen und Terrorismus umzugehen.

Die Berufswelt und die Schulwelt hat sich angepasst, Veränderungen im Handeln und Denken sind unumgänglich. Und jede Veränderung – welche wir nicht selbst herbeigewünscht werden – macht uns Angst und lassen uns unsicher sein.

1. Die Existenzangst - eine sehr grundlegende Art von Angst

Diese Angst ums eigene Leben, kennen Menschen, welche aus ihrer Heimat geflüchtet sind. Menschen, welche den Krieg vor der Haustür hatten. Auch in Österreich war das vor 80 Jahren so.

Der Frieden in unserem Land und dadurch entwickelten, denn unsere Vorfahren, Väter und Mütter in Österreich aufgebaut haben, wollen wir bewahren. Dank des Friedens in Österreich hat sich die Wirtschaft weiterentwickelt und mitverändert. Neue Berufe haben sich entwickelt und werden sich weiterentwickeln.

Der Gedanke, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, macht uns Angst. Da sich auf gut steirisch gesagt ein langer Rattenschwanz nach sich ziehen würde:

  • kein Geld für die Kreditraten zum Zurückzahlen bzw. die Monatsmiete der Wohnung, die Bank würde Druck machen, der Lebensstil müsste runter geschraubt werden, jeder Cent würde 3-mal umgedreht werden, bevor er ausgegeben wird.

Da hier all diese finanziellen Maßnahmen beeinflusst werden, entsteht mehr und mehr das Gefühl der Unsicherheit bis hin zur Existenzangst. Diese Angst ist in meinem Empfinden wohl die tiefste und schwerwiegendste Angst.

In meiner bisherigen Berufslaufbahn war ich insgesamt 10 Monate arbeitslos gemeldet. Ich kann mich gut an das Gefühl erinnern, wie ungut es war, nicht zu wissen, wann man wieder regelmäßiges Einkommen haben wird. Welchen Tagesablauf und Wochenablauf man hat, wann wieder Urlaub fahren möglich wird. Das Gefühl von Unsicherheit, was die Zukunft bringt, macht sich hier breit.

Wie das Einstürzen von der Grundmauer eines Hauses ist es, wenn die Angst nicht zu wissen wie man seinen Lebensunterhalt, den Erhalt für seine Existenz zu sorgen. In der Psychologie wird so eine Situation als eine Krise bezeichnet. Es ist sehr, sehr ratsam, bevor der Boden unten Füßen ganz weggezogen wird, sich professionelle Hilfe für das eigene Seelenwohl zu sorgen.

»Wenn der Wind der Veränderung weht,

bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.«

ein altes chinesisches Sprichwort

Diese Mauern (aus dem Sprichwort) zeigen, wie unterschiedlich auf Veränderung reagiert werden kann.

2. Die Angst, allein zu sein

Sogar Schulkinder kommen zu mir mit dieser Angst. Das zeigt mir einmal mehr, dass wir soziale Wesen sind, die andere Menschen ‚brauchen‘ um uns wohlzufühlen. Eines der 3 Grundbedürfnisse ist das Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Gehören wir zu einer Gruppe fühlen wir uns auch automisch sicherer. Nicht nur finanzielle Sicherheit ist ein Grundbedürfnis in unsere Zeit.

Ein weiteres Beispiel: Ein Ehepaar mit Kindern lässt sich scheiden. Natürlich nehmen Kinder diese Spannungen zwischen den Eltern wahr. Sie spüren, dass Veränderungen auf sie zu kommen und ihre ‚Komfortzone‘ sich verändern wird. Diese Unsicherheit zeigt sich sehr oft in auffallenden, aggressiven Verhalten, im Abnehmen der schulischen Leistung oder auch in einem in-sich-gekehrten Wesen (introvertiertes Verhalten).

In intakten Familienverhältnissen aufwachsen zu können, ist aus meiner Sicht das Beste, was wir den Kindern mitgeben können. Das sage ich weil ich iIn meiner Kindheit gab es viele Unsicherheiten aufgrund von immer wiederkehrenden Konflikten und Spannungen in meiner Herkunftsfamilie.

 

Wie geht es den Eltern in der Zeit der Trennung?

Eine Mutter kam zu mir, weil sie immer dann, wenn ihre beiden Kinder schliefen eine Panikattacke bekam. In meinem 5-monatigen Premium.Coaching.Programm habe ich sie begleiten dürfen, die Gefühle von Panik und Zukunftsängsten zu mindern und so konnte ich sie führen zu ihrer inneren Zuversicht für ihre Zukunft zu dritt.

Früher war es selbstverständlicher als heute, dass

  • eine helfende Hand aus der Nachbarschaft beim Hausbauen geholfen hat.
  • eine helfende Hand zu Hause, wie die der Großmutter oder gar Urgroßmutter, die ganz selbstverständlich auf die Kinder mitgeschaut hat und etwas Feines gekocht hat.
  • Oft auch ein gutes und tröstendes Wort hat für die, die mitten im Leben stehenden Jüngern im Haus.

Ein soziales Netzwerk, welches wir aus den traditionellen Familien kennen, ist in Krisenzeiten und angstvollen Zeiten Goldes wert und ist bekanntlich nicht käuflich erwerbbar, wie vieles anderes in der modernen Zeit.

Eine Familie zu haben, die einem den Rücken stärkt und da ist, egal was passiert, ist keine Selbstverständlichkeit! Heute bedeutet das – aus meiner persönlichen Sicht - dass Freundschaften und Beziehung Pflege bedürfen. Pflege in dem Sinn, dass wir Zeit verbringen und uns kleine Aufmerksamkeiten schenken. Auf Grund der Wertschätzung, die wir zu dieser Person haben.

3. Die Angst vor einer Krankheit und Verlust von geliebten Menschen

Einige Menschen haben den Weg zu mir gefunden, welche Angst um ihre Angehörigen und um ihre eigenen Gesundheit haben. Wir fühlen uns machtlos (zu mindest im ersten Moment), wenn eine Diagnose gestellt wird. Und des Weiteren die Sorge, wie es in der Zukunft weitergehen soll.

Angst bringt die körperliche Empfindung von Enge mit sich. Enge in der Brust, weil wir kaum tief durchatmen können. Wie gehe ich in der Praxis hier vor?

Ich nenne es ‚die Angst vor der Angst‘. Bekanntlich steht die Zukunft in den Sternen. Die Zukunft können wir nicht ändern. Wir können sie aber beeinflussen. Somit zeige ich meinen Klienten wie er die Fähigkeit selbst gut für sich zu sorgen, ausbaut und umsetzt. Mit der passenden Einstellung und den kraftgebenden Gedanken kann die Gegenwart wieder leichter gemeistert werden.

4. Angst, zu versagen

Die Angst, etwas nicht zu schaffen, hat etwas mit den eigenen inneren Ansprüchen und Werten zu tun. Diese Angst lässt sich aus meiner Erfahrung am leichtest und am schnellsten lösen. Dazu habe ich eine Übung für euch unter diesem >> Blogbeitrag.

Mit diesem Selbsttest erfährst du sehr viel über deine innere Haltung, wie du an Herausforderungen ergehst. In einer Coaching Einheit lassen sich diese sogenannten ‚inneren Antreiber‘ zu ‚inneren Erlauber‘ umpolen und verwandeln in stärkende Qualitäten für die Person.

Gerne kontaktiere mir, wenn du Näheres dazu wissen möchtest.

5. Angst, Schwäche zu zeigen

Diese Angst – so finde ich bei mir – ist gut getarnt. Einerseits treibt sie uns an bis hin zu Höchtstleistungen. Andererseits hindert sie uns, entspannt durch‘ s Leben zu gehen. Als Mutter und Berufstätige schlagen wir uns mit dem Kalender der ganzen Familie, der Arbeit und der Freizeitgestaltung ganz wacker. So mancher Feiertag oder Ferientag bringt das Konzept einer Woche ganz schön durcheinander.

Warum gelingt es erst recht spät einen Schritt zurück zu machen und zu sagen: Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht?

Die Bäume sind die alltäglichen so wie die zusätzlichen Aufgaben wie Krankheit in der Familie, Überstunden auf Grund plötzlichen Personalmangels und andere unplanmäßige Ereignissen.

Die Antwort auf diese Frage ist sehr individuell. Bei mir merke ich es, wenn ich vor lauter viel Arbeit keine wirkliche Kraft und zeitliche Kapazitäten mehr habe. Zeit, die irgendwo abhandengekommen ist. Ganz schleichend. Zeit, welche für‘s Auftanken wichtig wäre. Zeit mit den Kindern, welche wir nie mehr nachholen können.

Und plötzlich ist es da: Das Gefühl, dass alle vieles zu viel geworden ist. Die Tränen kullern. In den Gesprächen mit vertrauten Personen über die Situation.

Und da: Die Erleichterung. Endlich ist es raus. Endlich ist klar, was falsch gelaufen ist. Endlich ist klar, wo jemand sagt: „Was kann ich für dich tun?“ „Was kann ich dir abnehmen?“

… und das Gefühl von Schwach zu sein neutralisiert sich. Vor was nun wollte die Angst uns schützen? Und wo ist sie nach dem Gespräch hin gekommen?

Das Gefühl der Angst hält auch was Positives für uns bereit. In diesem Blogartikel erzähle ich dir mehr darüber >> Link.

Artikel folgt.... im Jahr 2019. Noch ein wenig Geduld bitte.

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